Annina Rüst

Sinister Social Network

Sinister Social Network, 2006

http://www.sinister-network.com

Netzbasierte, interaktive Installation
Net-based, interactive installation

Courtesy die Künstlerin the artist

Annina Rüst is currently working with the Computing Culture research group at MIT. She is part of the production team of SPECFLIC, and was recently a recipient of an Edith Russ Site for Media Art stipend. Her project, Sinister is a service based on research into software designed to identify and analyse suspicious behaviour through communication patterns rather than the content of conversations (data-surveillance). Visually, Sinister appears as a friendly social networking environment, but it suggests that social networking also fosters conspiracy. Online chat bots and automatised scoundrels (artificially intelligent characters) infiltrate chat networks and discuss seemingly common-place topics such as gardening, but occasionally include criminal harmful comments. You can telephone the bots and insert your own messages into their conversations also, using voice recognition software which looks for con-spirative content. The software then maps and interprets these online conversations, comparing diagrams to a database to determine the possible unfriendly uses people might have for the online social network. In the gallery-based installation, the seats represent the nodes in the social network – by moving the seats around as you join into conversation with your fellow visitors, the computer can then draft and analyse new diagrams based on the connections in the social network you create.

Annina Rüst arbeitet gegenwärtig in der Computing Culture Forschungsgruppe des MIT. Sie gehört dem Produktionsteam von SPECFLIC an und hat letztes Jahr ein Stipendium des Edith-Ruß-Hauses für Medienkunst erhalten. Ihr Projekt Sinister Social Network ist ein aus ihrer Software-Forschung heraus entwickelter Dienst, der verdächtiges Verhalten identifiziert und analysiert. Dies geschieht allerdings auf der Basis von Kommunikationsmustern und nicht von Gesprächsinhalten (wie bei der herkömmlichen Daten-Überwachung). Sinister Social Network erscheint auf den ersten Blick als eine freundliche soziale Netzwerkumgebung, aber das Projekt legt nahe, dass soziale Netzwerke auch Verschwörungen beheimaten. Online-Chatbots und automatisierte Bösewichte (künstliche Intelligenzen) unterwandern Chat-Netzwerke, sie diskutieren über scheinbar alltägliche Themen wie Gartenarbeit, beziehen dabei aber hin und wieder auch kriminelle und bösartige Kommentare mit ein. Man kann die Bots anrufen und seine eigenen Nachrichten in die Gespräche einbringen, wobei Stimmerkennungs-Software verwendet wird, die nach konspirativen Inhalten sucht. Die Software erfasst und interpretiert dann diese Online-Gespräche, indem sie die dabei erstellten Diagramme mit einer Datenbank vergleicht, um festzustellen, ob jemand das soziale Online-Netzwerk eventuell auf eine unfreundliche Weise gebraucht. In der Installation in der Ausstellung repräsentieren die Hocker die Knotenpunkte im sozialen Netzwerk – auf der Grundlage der räumlichen Bewegungen der Hocker, die während des Gesprächs mit anderen Besuchern hin- und hergeschoben werden, kann der Computer dann neue Diagramme entwerfen und analysieren, die auf den Verbindungen innerhalb des sozialen Netzwerkes basieren, das dabei entsteht.

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